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Bauliche Auflagen B5-Erweiterung

1. Dach

 

Symmetrische Sattel-, Walm- oder Krüppel-Walmdächer; Dachneigung mindestens 30°, Neigung der Krüppelwalmdachflächen mindestens 10° steiler als die Neigung der Hauptdachflächen;

 

Eindeckung mit unglasierten Dachpfannen in den Farben: rot, braun, anthrazit, schwarz. Im Zusammenhang mit Holzfassaden sind auch bepflanzte Dächer zulässig.

 

Max Firsthöhe beträgt 8,5 m über der Sockelhöhe.

 

Gauben sind insgesamt bis zu einer Breite von zwei Fünftel der Trauflänge der entsprechenden Dachseite zulässig, gemessen an der Vorderkante der größten Breite. Bei der Ermittlung der Trauftänge wird ein eventuell vorhandener Giebel in Abzug gebracht.

 

Einzelgauben dürfen bis 300 cm breit sein.

 

Der zulässige Dachüberstand beträgt bis 60 cm mit Ausnahme von überdachten Freisitzen.

 

In Verbindung mit Holzfassaden sind auch Dachüberstände bis 100 cm zulässig. Ausnahmen von den Gestaltungsvorschriften der Dachflächen bei der Anwendung alternativer Energien (z.B. Sonnenenergie) sind zulässig.

 

2. Fassade

 

Als Außenwandmaterialien sind Verblendmauerwerk (rot, weiß, braun), Putz (rot, weiß, braun) und Holzverkleidung (natur und rot) zulässig.

 

Ab Erdgeschossdecke sind auch Holzverbretterungen mit Lasuranstrich oder kleinteilige Platten (z.B. Kunstschiefer) zulässig. Die Farbgebung ist der übrigen Fassade anzupassen. Grell leuchtende Farben sind ausgeschlossen. Werden Garagen und Nebenanlagen angebaut, müssen sie durch Vor- oder Rücksprünge vom Hauptkörper abgesetzt werden.

 

3. Sockelhöhe

 

Maximale Sockelhöhe bis 0,40 m über der festgelegten Geländehöhe.

 

4. Traufhöhe

 

Maximale Traufhöhe 2,80 m über der Sockelhöhe mit Ausnahme der Krüppelwalmseite.

 

5. Garagen und Nebenanlagen

 

Werden Garagen und Nebenanlagen an das Haupthaus angebaut, müssen sie der Fassade des Hauptgebäudes entsprechen. In Holzbauweise sind offene Carports mit integriertem geschlossenen Abstellraum (Abstellraum max. 15 m2 Grundfläche) mit Brettschalung zulässig.

 

Die Dacheindeckung ist auch mit Dachbahnen und Wellplatten und bepflanzten Dächern zulässig.

 

Es sind auch flachere Dachneigungen und Flachdächer zulässig.

 

Garagen und Nebenanlagen müssen einen Abstand von mindestens 5 m von der öffentlichen Straßenverkehrsflächen einhalten. Bei Eckgrundstücken bezieht sich diese Festsetzung nur auf eine Seite der Straßenfassaden.

 

Ein freistehendes Garten- und Gerätehaus ist nur in Holzbauweise bis 35 m3 Rauminhalt zulässig und kann mit Dachpfannen oder Dachbahnen und bepflanzten Dächern versehen werden.

 

Es kann mit einer max. Firsthöhe von 2,50 m nur im hinteren Grundstücksteilerrichtet werden. Die Ziffern 1,2 und 3 finden hier keine Anwendung.

 

Die Grundfläche der Garagen und Nebenanlagen mit Ausnahme des freistehenden Garten und Gerätehauses darf 60 m 2 je Grundstück nicht überschreiten.

 

6. Wintergärten und Veranden

 

Wintergärten oder Veranden sind in Holz- oder' Kunststoffbauweise mit

Glasausfachung der Außenwände zulässig. Die Größe wird auf max. 25 m2 Grundfläche festgesetzt. Sie sind nur an das Hauptgebäude angebaut zulässig. Die Ansichtsbreite der tragenden Konstruktionsteile darf 15 cm nicht überschreiten. Die Festsetzungen der Dacheindeckung und Dachneigung aus Absatz 1 sind hier nicht gültig.

 

7. Wohneinheiten

 

Es sind maximal 2 Wohneinheiten je Wohngebäude zulässig.

 

8. Zufahrten

 

Je Grundstück ist nur eine Zufahrt bis zu einer maximalen Breite von 4 m zulässig.

 

9. Einfriedigung

 

Einfriedungen an der Straßenfront sind nur aus lebenden Laubhecken heimischer Arten, Holzzäunen oder Wällen zulässig. Holzzäune und Wälle dürfen eine Höhe bis 80 cm aufweisen.

 

10. Grünordnerische Festsetzungen

 

Für die Flächenbefestigung auf den privaten Grundstücken sind Vollversiegelungen (Asphaltierung, Betonierung, Fugenverguss usw.) unzulässig.